Reisebericht von Jonas Zimmermann

*****************************************************************

Ich bin via Internet Surfen an die Schule gekommen, es war eine lange Sache und Suche.....

Danach kontaktierte ich Mr. Che, den Manager der Schule. Er schrieb mir nach einigen Tagen zurück. Danach hatte ich noch ein paar Fragen und arrangierte, daß ich am Flughafen in Peking abgeholt werde, was auch hervorragend klappte, doch besser als auf der Homepage der Schule angegeben ist und man weiterfliegt nach Chang Chun.

Ich flog also bis nach Peking Airport und von dort aus wurde ich von einem Translator, der Englisch spricht abgeholt. Von dort aus ging es mit dem Taxi Richtung Peking Bahnhof. Danach fuhren wir mit dem Zug Abteil "weich Liegen" 10 Stunden Richtung Norden in die Manschurei, genauer gesagt in die Jilin Province, Si-Ping-City, die Stadt hat etwa 1 Millionen Einwohner. Die Stadt ist sehr lebhaft, dort kann man sich auch Artikel kaufen, die man in der Academy nicht erhält.

Die Northern China Shaolin Martial Arts Academy befindet sich etwa eine 1 Stunde mit Taxi abseits von allem! Es ist ein sehr gutes Klima und befindet sich auf einem Hügel. Es ist ein alte Festung, in der die Prinzesin Qing gehaust hat. Im "Kloster" gibt es noch Taoisten und Mönche, die dort leben. Wohl verstanden, dort gibt es keinen Kommerz.

Trainiert wird im Sommer im Wald, in dem alles nach Pfefferminze schmeckt und im Winter auf dem Klosterplatz oder in einem Raum.

Es gibt drei Shaolin Mönche, einen Wudang-Mönch und einen, der südliches Kungfu und Tai Chi unterrichtet. Für allfällige Fragen gibt es Translator, die das gesprochene auf Englisch übersetzen. Die Leute sind sehr zuverlässig und nett, doch solte man genügend Respekt haben.........

Samstags fährt ein Bus in die Stadt, in der man einkaufen kann. Das Essen im Tempel ist sehr, sehr gut. Ich meine es ernst, ich habe noch nie zuvor so vielseitig und nahrhaft gegessen (auch für Vegetarier)!

Soweit so gut. Bilder kann ich leider nicht zur Verfügung stellen, da ich keinen Scanner besitze, aber alles ist unter der Homepage www.shaolins.com zu finden und erklärt.

ACHTUNG: Die Homepage zeigt leider nicht ganz die Wirklichkeit! Auch die Bilder von der Trainingshalle sind nicht korrekt. Diese ist in Wirlichkeit klein und nicht so groß und neu. Auch gibt es keinen Internetraum zum Chatten und Surfen, denoch ist der Aufenthalt erlebenswert und das Training ist gut und zuverlässig. Hoffentlich seit ihr nicht entäuscht, doch finde ich es besser, wenn man vorbereitet ist, wie es tatsächlich ist und aussieht.

Auch wenn die Preise ein wenig höher sind, als in anderen Schulen, lohnt es sich doch. Es gibt drei Gruppen, je nach Erfahrung und Vorliebe. Es gibt auch wenige Schüler, in der Hochsaison waren es etwa 50. Im Winter wird es extrem kalt, da sich die Schule im Norden Chinas (Richtung russischer Grenze) befindet, mit - 20 Grad Celsius muss man rechnen. Genügend Winterkleider mitnehmen - geheizt wird mit Kohle!

Das Training ist folgendermaßen abgelaufen:

Am Morgen ab 6 Uhr kann man - oder sollte man - alleine trainieren, zuerst gehen, dann Qi-Gong und Tai-chi. Um 7 Uhr 30 gibt es Frühstück, 8 Uhr 30 ist Trainingsbeginn mit Gehen und Sprints bis zu 30 min. Dann dehnt man sich und macht Übungen, Basics, danach trainiert man Shaolin-Formen, zuerst ohne, später mit Waffen. Um 12 Uhr gibt es Mittagessen und man ruht sich aus. Um 13:30 beginnt das Nachmittags Training mit Gehen, dann folgen Sprünge, Kicks und Kraftübungen. Bis zu 2 Mal in der Woche trainiert man San Da (Shaolin Kickboxen) bis um 15:30, dann ist Pause. Bis 17 Uhr wird noch Baiji (Südliches Kungfu) und Tai-Chi geübt.

Es gibt auch eine spezielle Gruppe für Baiji - Qigong! (Doch der Tag ist nicht ausgelastet, sondern nur das Training erfolgt nur an etwa 3 Std. Somit muß man sich selbst beschäftigen. Das Training ist im Winter härter als im Sommer, doch es geht. Es gibt 2 - 3 Gruppen, in denen man je nach Stärke trainiert. Wenn man besser wird, steigt man in die nächste Gruppe auf. Trainiert habe ich in einer Gruppe von etwa 10 Personen.

Die Schule (das Kloster) ist relativ klein, doch reicht es für ca. 60 Personen. Das ist alles, was ich Euch dazu sagen kann.

Ich kann es jedem weiter empfehlen.

Für weitere Fragen schreibt mir einfach.

Wenn Ihr mehr Informationen über taoistische Tempel und Wudang habt, bitte sendet es mir zu, ich wäre Euch dankbar.

Viele Grüße

Jonas Zimmermann

Top