Ortsführung durch Laoying (Ort direkt am Fuß des Wudangshan) auch Wudangshan City genannt |
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In der Stadt Laoying oder auch Wudangshan City genannt leben ca. 30.000 Einwohner. In der Stadt selber gibt es nichts Besonderes zu erkunden, aber da Laoying nur ca. 10 Minuten Fußweg vom Eingang zum Wudangshan entfernt liegt, bietet sie sich als Ausgangspunkt für alle Unternehmungen an.

In der Hauptstraße - von der nur eine geringe Anzahl von Seitenstraßen abzweigen - gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und auch Internet Cafes. Laoying ist bei weitem nicht so überlaufen wie Shaolin und die Ausländer (im Hochsommer) kann man an einer Hand abzählen. So ist es nicht weiter verwunderlich, daß man als Ausländer die Blicke der Chinesen auf sich zieht.
Direkt am Ortseingang kurz hinter der Brücke befindet sich auf der linken Seite das Laoying Hotel. Dieses Hotel bietet einen guten Standard und liegt wenige Minuten vom Eingangstor des Wudangshan entfernt.

Rund um das Hotel gibt es einige Stände, die meist vom Fahrrad oder einem Wagen aus Obst, Gemüse, aber auch Klamotten, Geschirr und Besteck, etc. verkaufen.

In der Mittagszeit und gegen Abend sammeln sich zahllose Chinesen in der Innenstadt auf einer kleinen Treppe zum Erzählen und die Zeit zu vertreiben. Dort ist man als Ausländer sofort das Gesprächsthema Nummer 1. Setzt Euch einfach zu den staunenden Chinesen (meist ältere) und erzählt mit Ihnen (Hände und Füße reichen schon) und Ihr werdet schnell das Herz der Chinesen gewinnen.
Natürlich gibt es in Laoying auch Dienstleistungen jeglicher Art. Einige der Chinesen bieten ihre Nähkunst an. Erstaunlicherweise bieten sie hervorragende Arten gefertigt auf nahezu antiken Nähmaschinen.

Es bedarf aber keiner großen Ausstattung auch der Erfindungsgeist und Einfallsreichtum werden ganz groß geschrieben. Diese hervorragende Dekoration wurde komplett aus Chipstüten hergestellt.

Leider wird dem Umweltschutz noch keine große Bedeutung zugeschrieben und so gehören zu den 10 am stärksten verschmutzten Städten der Welt 8 der Volksrepublik China. Dies ist allerdings kein Wunder, schaut man sich die antiken Fahrzeuge und deren Abgase an.

Natürlich gibt es auch einen großen Markt in Laoying.

Dort kann man eine Vielzahl exotischer Gewürze, Kräuter und Wurzel einkaufen. Die Gerüche und die damit verbundenen Sinneseindrücke sind überwältigend und es bringt viel Spaß zu Bummeln und mit den Chinesen zu feilschen.

Aber auch Tiere können in ganz China erstanden werden. Leider haben die Chinesen ein anderes Verständnis von Tieren und die zahlreichen Tiere sind meist eingepfercht in kleinen Käfigen oder an Seilen und Ketten festgebunden. Das Schlimmste, das wir erlebt haben, ist, wie Hunde aufgehängt an einem Seil mit einem Bunsenbrenner (wie im Chemieunterricht) bearbeitet wurden, um dann später verkauft und verspeist zu werden.

Natürlich gibt es in China keine Kühlwagen (jedenfalls nicht auf dem Land) und so werden die Tiere entweder lebendig oder geschlachtet und offen auf einer Schubkarre transportiert. Es ist kein Wunder, daß im Sommer sich Keime oder andere Krankheiten bilden und die Chinesen häufig erkranken.

Bei dem Anblick dieser Delikatessen läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen (oder etwa doch nicht?)

Die Arbeitsmoral der Chinesen (nicht nur in Laoying) unterscheidet sich deutlich von der Moral der Europäer. Die Europäer versuchen mögichst viel Profit zu machen, um sich ein luxuriöses Leben leisten zu können und sind bereit hart dafür zu arbeiten. Natürlich wollen auch die Chinesen einen hohen Lebensstandard erreichen, allerdings sind sie nicht bereit, hart dafür zu arbeiten. Viele arbeiten nur so viel, daß es ausreicht, um ihr Leben angenehm gestalten zu können, mehr aber nicht. Einen Fernseher oder ein Auto zu besitzen, gilt in China als absoluter Luxus und zeigt eine gehobene Lebensqualität.
So ist es nicht weiter verwunderlich, daß die meisten Chinesen einen Großteil des Tages verschlafen. Wenn man etwas kaufen möchte, muß man den Verkäufer wecken und dieser rechnet dann ziemlich genervt und schlaftrunken ab.

Doch das chinesische Volk ist sehr erfinderisch und die verschiedenen Schlafstellungen bzw. Orte sind sehenswert.


Etwa 100 m hinter dem Laoying Hotel wird ab 19:00 Uhr in einer kleinen Seitengasse der Nightmarket aufgebaut. Hier kann man den Tag bei einem tollen Essen in relaxter Atmosphäre ausklingen lassen. Wir können Euch den Stand dieser netten Chinesin empfehlen. Er befindet sich ca. 10 m auf der linken Seite des Nightmarket. Sie macht das beste Essen weit und breit.

Bei dem reichhaltigen Angebot, bestehend aus Fleisch, Fisch und diversem Gemüse, wird jeder Hungrige das richtige finden.

Gleich nebenan gibt es als 'Nachtisch' diese leckeren Fleischspieße zu erstehen.

Die Stimmung zwischen den Chinesen ist jeden Abend hervorragend.

Wir genießen jeden Abend bei bestem Essen in den lauen Sommernächten und vergessen so die Anstrengung des Tages.
Das Frühstück fällt in der Regel etwas kleiner aus. Die wenigsten Europäer mögen Nudeln oder Reis zum Frühstück und ziehen Doufou Noir (Sojasuppe) oder frittierten Teig (Yao Tiao) vor.

Schräg gegenüber des Nightmarkets befindet sich in der 1. Etage eines unscheinbaren und ziemlich reparaturbedürftigen Treppenhauses ein recht komfortables Internet Cafe mit über 10 PCs. Achtet darauf, daß Ihr nur dann surft, wenn nicht zuviele Plätze gleichzeitig belegt sind, da die Geschwindigkeit zu wünschen übrig läßt. Die Kosten betragen 2 Yuan je Stunde.
Etwas weiter befindet sich direkt an der Hauptstraße ein unscheinbarers Geschäft, daß einen einzelnen PC mit Internetanschluß bereitstellt. Durch den Lärm der Hauptstraße solltet Ihr diesen Ort allerdings meiden.
Natürlich gibt es noch mehr zu entdecken, aber dies müßt Ihr schon selbst tun.